Geschichte der Stiftung

Von einer privaten Stiftungsurkunde in Zürich zu einer Förderstiftung, die heute Lehre und Forschung der integrierten psychosomatischen Medizin trägt.

1789–1869

Der Namensgeber

Carl Gustav Carus, geboren am 3. Januar 1789 in Leipzig, gestorben am 28. Juli 1869 in Dresden. Arzt, Naturforscher und Landschaftsmaler, Freund Johann Wolfgang von Goethes und Schüler Caspar David Friedrichs. Ab 1814 leitete er die Entbindungsklinik in Dresden. Mit Schriften wie „Psyche. Zur Entwicklungsgeschichte der Seele“ (1846) gehört er zu den Vorläufern der modernen psychosomatischen Forschung.


27. November 1987

Die Gründung in Zürich

Eva Kohlhaas-von Dorrer, Physiotherapeutin aus Stuttgart, errichtet auf dem Notariat Hottingen in Zürich mit Mitteln aus ihrem eigenen Vermögen die „Stiftung für psychosomatische Forschung“. Der Zweck ist bewusst weit gefasst: die psychosomatische Forschung zu fördern. Benannt wird die Stiftung nach Carl Gustav Carus.


28. November 1987

Der erste Stiftungsrat

Einen Tag nach der Errichtung tritt der Stiftungsrat im Zunfthaus am Neumarkt in Zürich zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Ihm gehören an: Eva Kohlhaas-von Dorrer, Sylvia Bally, Prof. Dr. Dr. A. E. Meyer, Prof. Dr. med. Thure von Uexküll und Dr. Eugen Curti.


Die Jahre danach

Prägende Persönlichkeiten

Thure von Uexküll (1908–2004), einer der einflussreichsten Vertreter der psychosomatischen Medizin im deutschsprachigen Raum, führt die Stiftung als Präsident und bleibt ihr später als Ehrenpräsident verbunden. In den folgenden Jahrzehnten gehören dem Stiftungsrat unter anderem Prof. Helmich, Prof. Pauli, Dr. Hesse, Prof. von Ferber, Dr. Flückiger, Prof. Köhle, Prof. Mattern, Prof. Wesiack und Prof. Stuhr an.


ab 1997

Reformstudiengang an der Charité

Ein Förderschwerpunkt liegt ab 1997 auf dem Reformstudiengang Medizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er bindet psychosomatische Inhalte früh in die ärztliche Ausbildung ein und verankert damit genau jene Denk- und Arbeitsweise, für die die Stiftung eintritt.


Jahr ergänzen

Carus Lecture und Master-Classes

Die Stiftung trägt die Carl Gustav Carus Lecture und die Carus Master-Classes für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Beide finden im Rahmen des Jahreskongresses für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie der European Association of Psychosomatic Medicine (EAPM) statt und holen internationale Referentinnen und Referenten in die deutschsprachige Psychosomatik.


Heute

Sitz in Basel

Die Stiftung hat ihren Sitz heute in Basel und steht unter der Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Innern. Den Vorsitz des Stiftungsrats führt Dr. med. Andre Karger. Gefördert werden Lehr- und Forschungsprojekte, die die integrierte psychosomatische Medizin als Beziehungsmedizin weiterentwickeln.

Mehr über die Stiftung

Wer die Stiftung heute trägt und woran sie sich bindet.